Angehörigenarbeit in der
Corona-Krise 2020

‚ÄěDie Verordnungen und Einschr√§nkungen wegen der Corona-Pandemie 2020 haben zu starken Einschr√§nkungen f√ľr die Angeh√∂rigenarbeit gef√ľhrt. Geplante Sitzungen und Veranstaltungen ab Mitte M√§rz 2020 mussten abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. So konnte auch das von der LAG AVMB BW f√ľr den 25.04.2020 geplante Informationsforum mit der Fortbildung der Eltern, Angeh√∂rigen und Betreuer zum Thema ‚ÄěVon der Bedarfsermittlung bei Menschen mit geistiger Behinderung zur Umsetzung des BEI_BW im Gesamt- bzw. Teilhabeplan“ nicht stattfinden. Wir hoffen, dass wir im Herbst 2020 wieder zu einer Landeskonferenz einladen k√∂nnen.

Die fehlenden M√∂glichkeiten zum Treffen mit anderen Angeh√∂rigen zu Corona-Zeiten d√ľrfen nicht dazu f√ľhren, dass Eltern, Angeh√∂rige und Betreuer und ihre Gremien von den Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie von Politik und Verwaltung nicht mehr einbezogen und geh√∂rt werden!

Vorstand und Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft der Eltern, Angeh√∂rigen und gesetzlichen Betreuer von Menschen mit geistiger Behinderung haben deshalb anstelle von Sitzungen Telefonkonferenzen zum Austausch √ľber die aktuellen Themen eingerichtet und bereits mehrfach abgehalten.

Dabei wurde festgestellt, dass die Wohn- und Arbeitseinrichtungen (Werkst√§tten, FuB, BBB) zum Teil nur an die Information ihrer ‚ÄěKlienten“, also der Menschen mit Behinderung, und ihre Eltern bzw. Betreuer denken, wenn z.B. Verordnungen, Schlie√üungen oder Besuchsregelungen mitgeteilt werden m√ľssen. Aber oft werden weder die Werkstatt- oder Bewohnerbeir√§te noch die Angeh√∂rigenbeir√§te dabei angemessen mit einbezogen. Es sollte jedoch zumindest versucht werden, sich √ľber Zwischenst√§nde und Erfahrungen mit diesen Gremien auszutauschen!

Als die LAG AVMB BW 2018 die Rechte und Pflichten der Beiräte zusammengefasst hat (vgl. EAB-Grundlagen_20180815.pdf) hatten wir die derzeitigen Einschränkungen noch nicht im Blick.

Mitwirkung und achtsamer Umgang in Wohnheimen und Wohngruppen:
Fortbildung f√ľr Bewohnerbeir√§te

Unter dieser √úberschrift fand im M√§rz 2016 eine vom Diakonischen Werk W√ľrttemberg und der Evang. Akademie  Bad Boll ausgerichtete Fortbildung in Sachen Recht und Rechtsverwirklichung f√ľr gew√§hlte Bewohnerbeir√§te der Diakonischen Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie statt. Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt zehn W√ľrttemberger Einrichtungen waren vor Ort. Sich ausprobieren k√∂nnen, Situationen trainieren und gemeinsam bewerten und dabei Schl√ľsselqualifikationen, wie z.B. Vertrauen in eigene Ressourcen, Kritik- und Entscheidungsf√§higkeit oder auch realistischere Selbsteinsch√§tzung u. √§. zu st√§rken stand dabei im Mittelpunkt. Hier die Dokumentation.

GeschwisterNetz:
Online-Angebot f√ľr erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung

Menschen mit einem Bruder oder einer Schwester mit Behinderung wachsen oft unter besonderen Bedingungen auf. Und sie haben h√§ufig einen Wunsch: Ich will dar√ľber reden, ohne viel erkl√§ren zu m√ľssen.

W√§hrend es f√ľr Kinder bereits zahlreiche M√∂glichkeiten gibt, sich mit ihrer Situation auseinander zu setzen, wurden erwachsene Geschwister bisher kaum ber√ľcksichtigt. Diese L√ľcke will die Lebenshilfe jetzt schlie√üen: GeschwisterNetz ist ein Soziales Netzwerk f√ľr erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung. Das Online-Angebot der Bundesvereinigung Lebenshilfe kann erwachsene Geschwister verbinden, unterst√ľtzen und st√§rken. Das Projekt wird von der KKH, der Kaufm√§nnischen Krankenkasse, gef√∂rdert.

√úber GeschwisterNetz k√∂nnen sich die Teilnehmenden deutschlandweit verbinden. Sie k√∂nnen ein eigenes Profil anlegen, wichtige Momente und Bilder miteinander teilen, Veranstaltungen erstellen und sich in Foren austauschen. Au√üerdem bietet das Angebot vielf√§ltige Informationen zu wichtigen Themen f√ľr ein Leben mit Behinderung wie zum Beispiel dem Betreuungsrecht und verschiedenen Wohnformen.

GeschwisterNetz ist ein geschlossenes Angebot – wer mitmachen m√∂chte, muss sich anmelden. Das geht nur durch eine Einladung anderer erwachsener Geschwister, die schon dabei sind. Wer niemanden kennt, kann seine Registrierung unkompliziert beantragen. So sollen Kommunikation und Daten im Netzwerk so gut es geht gesch√ľtzt werden.

Bildungszeit ist ab 2016 auch im
ehrenamtlichen Bereich möglich

Ab 2016 sollen Besch√§ftigte in Baden-W√ľrttemberg die M√∂glichkeit erhalten, im Rahmen der Bildungszeit auch f√ľr Weiterbildungen im Ehrenamt bis zu f√ľnf Arbeitstage pro Jahr freigestellt zu werden. Eine entsprechende Rechtsverordnung zum Bildungszeitgesetz hat die Landesregierung im November 2015 auf den Weg gebracht. Bislang sind Qualifizierungsma√ünahmen, f√ľr die eine Freistellung im Rahmen der Bildungszeit m√∂glich ist, auf den beruflichen und politischen Bereich beschr√§nkt.

Bis Anfang Dezember haben die Organisationen der Wirtschaft und die Gewerkschaften, Organisationen aus dem kommunalen, kirchlichen und sozialen Bereich sowie aus der Erwachsenenbildung Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

Im Entwurf der Rechtsverordnung sind die Bereiche der ehrenamtlichen T√§tigkeiten festgelegt, f√ľr die Weiterbildungen im Rahmen der Bildungszeit erfolgen k√∂nnen. Dazu z√§hlt vor allem der soziale Bereich, Sport, Amateurmusik, -theater und Laienkunst, Kinder- und Jugendarbeit, aber auch der Tier-, Natur- und Umweltschutz. Das Engagement in √∂ffentlichen Ehren√§mtern, etwa als ehrenamtliche Richterin oder Richter, als ehrenamtlicher Vormund, Pfleger und Betreuer, f√§llt ebenfalls unter diese Regelung.

Weiterbildungen im Sinne des Bildungszeitgesetzes k√∂nnen lediglich bei Bildungstr√§gern erfolgen, die f√ľr die Durchf√ľhrung von Bildungszeitma√ünahmen vom Regierungspr√§sidium Karlsruhe anerkannt wurden. Die Rechtsverordnung sieht die M√∂glichkeit einer gesonderten Anerkennung von Tr√§gern ehrenamtlicher Qualifizierungen vor, die bisher noch nicht nach dem Bildungszeitgesetz anerkannt wurden. Daf√ľr sind unter anderem Anforderungen an das Personal, die r√§umliche und sachliche Ausstattung des Tr√§gers nachzuweisen.

Stellenwert der Angehörigen in der Behindertenarbeit

Die LAG AVMB BW ist Mitglied im Bundesverband von Angeh√∂rigen- und Betreuerbeir√§ten in Werkst√§tten und Wohneinrichtungen f√ľr Menschen mit Behinderungen (BKEW).

Die Präsentation von Frau Dr. Monika Seifert, Vorsitzende der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft Berlin auf der BKEW-MV am 16. März 2013 galt dem Thema "Stellenwert von Angehörigen(beiräten) in Einrichtungen der Eingliederungshilfe - Aktueller Stand und Perspektiven." Hier die Folien als PDF.

 

Cover Vortrag BKEW Monika Seifert
Ehrenamt im Mittelpunkt
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EAB-Grundlagen-280

Seit der Einf√ľhrung des SGB IX am 01.07.2001 ist eine Mitwirkung der Eltern, Angeh√∂rigen und gesetzlichen Betreuer in Werkst√§tten vorgesehen. Unsere Handreichung hilft Ihnen dabei.

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Die Arbeit der AngehŲrigen
in Gremien und Beiršten

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